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Schnell, aber schön, und ich bin um eine Erfahrung reicher!

SchmeiliAls Blogger wird man ja heute geradewegs von Themen überschüttet. Ein kurzer Blick in die Tageszeitung genügt (Memo: bei Tageszeitung anrufen und über Anzeigen auf Blog verhandeln): Die arme Studentin Tanja F. flog nach der ersten Frage bei „Wer wird Millionär?“ raus. „Schnell, aber schön, und ich bin um eine Erfahrung reicher“, waren ihre letzten Worte. Sie war der Meinung, dass „seit jeher Riesen Schnauzer haben.“ Also ehrlich, so viel Bekennermut muss jetzt aber mal sein: Das hätte mir auch passieren können! Wer regelmäßig illustre, fantasieanregende Romane liest, Harry Potter zum Beispiel, die Sagen um den Schrat Rübezahl oder „Rotmütz der Zwerg“ (von Astrid Pomaska, übrigens sehr zu empfehlen!) dem kann so was schon mal passieren!

 Somit wäre ich beim nächsten Tagesgedanken (heute schon der zweite!): Ich könnte einen Blog über die kleinen Dinge des Lebens schreiben, das kommt bestimmt an, ach, der Stanko spricht mir aus dem Herzen, und so weiter …, wen interessieren schon die großen Fragen: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Und was gibt es dort zu essen?

Die kleinen sind doch viel interessanter: Warum bewerbe ich mich nicht bei Günter Jauch, obwohl ich so einiges weiß?

Ich kenne den Vornamen von Kierkegaard, wüsste den Spitznamen von Rudi Völler und könnte mich wahrscheinlich auch dran erinnern, das der Rhein in die … okay, diesen Bereich lassen wir besser aus. Mal ganz im Vertrauen: mein persönlicher Horror wäre so eine typische Geografie-Frage: „Durch welche Länder muss man mit dem Tretroller fahren, wenn man in Berlin startet, in Kairo rastet und in Ohio ein Bier trinken will? Durch die Mongolei dürfen Sie nicht. Und durch Syrien … nun ja, was in Syrien los ist, weiß ja jeder. Machen Sie mal lieber einen Bogen um Syrien. Die Kunst des Abschweifens. (Memo Nummero zwei: Nachschauen, ob der Blog auch irgendwo Emojis hat.) Grinse-Smilie! Nee, ist doch eher peinlich. Keinen Blog mit Grinse-Smilies!

 Heute hat übrigens meine persönliche Finanzamtssachbearbeiterin angerufen. Jawohl! Eine sehr nette Frau mit Doppelnamen, wirklich, sehr nett! Warum ich bei der Anmeldung der Umsatzsteuer-Vorauszahlung die Kästchen 81 und 84 ausgefüllt hätte, aber das Kästchen 66 bis 69 nicht, wollte sie von mir wissen. „Och“, hab ich gesagt, „das hat mir mein Steuerberater so geraten“ (stimmt sogar). Mit der Antwort war sie gar nicht zufrieden. Ich müsste doch wahrscheinlich weniger zahlen, wenn ich die Kästchen 66 bis 69 ausfüllen würden. Das mag schon sein, aber auf allen Rechnungen über Briefmarken, Druckerpapier, Bücher u.s.w. die kleinen Steuerbeträge raussuchen, nun ja, für manche Menschen mag das eine gelungene Freizeitbeschäftigung sein…

Liebe Frau Sachbearbeiterin, ich hoffe, Sie sehen es mir nach! Ich freue mich schon auf Ihren nächsten Anruf! Niemand kann so schön und schnell wie Sie „abziehbare Vorsteuerbeträge“ sagen. Ehrlich!

 P.S. Heute gibt es noch eine Mitmach-Aktion. Wirklich! Die Frage, die ihr beantworten müsst: Welchem meiner Freunde könnte ich einen Roman von Jörg Stanko schenken? Habt ihr einen gefunden? Na dann los!