Wir gehören zusammen, egal was passiert. Papa hat dich lieb!

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„Meine“ Große Reise! Ein Longseller, seit 2004! Ich freue mich über jede neue Auflage! 🙂 🙂

KLAPPENTEXT:

 Die große Reise. Kinderbuch (nicht nur) für Trennungskinder / Scheidungskinder, Jörg Stanko (Text), Astrid Pomaska (Illustrationen)

 Julius und Papa können sich nicht jeden Tag sehen. Was und wie sie trotzdem zusammen (er-)leben, erzählt dieses Buch. Eine Geschichte über Begrenzungen, die durch Liebe und Phantasie überwunden werden können.

 Durch eine Trennung ist zumeist der zeitliche und räumliche Kontakt zwischen Vater und Kind verändert. Die emotionale Verbindung bleibt jedoch immer bestehen. Dieser Verbindung, die durch nichts zu trennen ist, spürt der Autor (der selbst Trennungsvater ist) in einer wunderbar feinsinnigen Art und Weise nach.

 Ein gefühlvolles und liebenswürdiges Buch, das Mut macht, und vermittelt: wir gehören zusammen, egal was passiert. Papa liebt dich!

 „ … eine herzerwärmende Geschichte über Zusammengehörigkeit, Vaterliebe und die Kraft der Phantasie …“  (Bundesarbeitsgemeinschaft SHG Stieffamilien)

Von 3 bis 9 Jahren.

 http://www.amazon.de/dp/3000136967/ref=nosim?tag=limettekinder-21&linkCode=sb1&camp=2382&creative=8450

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Endlich! Wir leben ewig!

Gefällt mir überhaupt nicht Ich hatte einen Freund. Wie man heute so Freunde hat. Wir haben gegenseitig unsere Posts auf Facebook geliked, uns die Hand geschüttelt, wenn wir uns mal irgendwo trafen, im Kino oder in der Kneipe, luden uns gegenseitig zu unseren jeweiligen Veranstaltungen ein und kannten uns eigentlich nicht. Dieser Freund ist jetzt gestorben. Ich habe es vor ein paar Tagen in der Zeitung gelesen. Mausetot. Schluss. Aus. Fertig. Ich war ein bisschen betrübt.  Ungeachtet dessen, teilt mir Facebook weiterhin jeden Tag mit, was Matthias (Name geändert) so alles mag. Harley Davidson, Marlene Dietrich, Rot-Weiss Essen. Das macht mir ein recht unbehagliches Gefühl. Matthias ist tot, aber er lebt.  Aber, vielleicht ist meine Sicht der Dinge auch einfach zu wenig ganzheitlich. Vielleicht ist das mit dem Sterben ja ganz anders als wir denken. Ja, es muss sogar so sein: Wir können auch von drüben posten, uns zum Geburtstag gratulieren und während des eifrigen Jubilierens auch mal Facebook checken. Das ist doch sehr beruhigend.  Wenn ich also irgendwann als 90-Jähriger von meinen Urenkeln darauf hingewiesen werden, dass ich der letzte Dinosaurier bin, der noch ein Smartphone benutzt, werde ich in mich hinein lachen und sagen: „Liebe Kinder, ich habe hier einen ganz heißen Draht ins Jenseits. Fast alle meine Freunde sind gestorben, aber, man teilt mir immer noch jeden Tag mit, was ihnen gefällt! So schlimm kann es mit dem Sterben also nicht sein.

Bücher für alle!

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Essen-Holsterhausen hat ab heute einen Bücherschrank! Nach dem Prinzip von Geben und Nehmen können hier Bücher hinterlegt oder mitgenommen werden. Wer also demnächst über den Platz vor Maria Empfängnis läuft und denkt: was macht denn der Kühlschrank hier mitten auf der Straße, hat ihn gefunden. Einen Nesser reinlegen, einen Stanko rausnehmen, dafür isser da! Ganz für umsonst!

Die Patenschaft für den Schrank hat der Verein zur Förderung der Kinder- und Jugendliteratur e.V., gesponsert wurde er von einem großen Essener Energiekonzern, der mir jeden Monat zu hohe Rechnungen schickt.

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Die nette Kollegin Gesine Schulz war auch vor Ort

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Fotos: Jörg Stanko

Anthologie HIMMEL.HÖLLE.HEIMATKUNDE.

Himmel.Hölle.Heimatkunde. Die Anthologie zum fünften Nordhessischen Autorenpreis mit dem Titel HIMMEL.HÖLLE.HEIMATKUNDE erscheint im Herbst 2015. Veröffentlicht werden neben den Preisträgertexten weitere 44 der 235 eingesandten Texte. Einer davon ist „Wolfhagen. Ein Versuch.“ von mir ;-).

 Das Buch wird am 15. Oktober um 19 Uhr im Offenen Kanal Kassel öffentlich präsentiert. Es hat ca. 220 Seiten in sieben Kapiteln. Buchhandelspreis: 15,50 Euro. Subskriptionspreis: 12 Euro.

Bücher zum Subskriptionspreis können ab sofort bis zum 30. September 2015 über das Kontaktformular des Vereins „Nordhessischer Autorenpreis“ bestellt werden.

Atemlos durch die … nee!

ICE180615 On the road to München. Ja, als Autor kommt man rum! Morgen wichtiger Termin, danach Wanderung zum Kloster Andechs! Habe mir extra neue, kleidsame Wanderschuhe mit Gel-Sohle gekauft („These boots are made for walking!“) und gestern einen Obsttag gemacht (wg. Leberkäs und Münchner Hellem). Sollte vielleicht doch mal meinen Testosteron-Spiegel untersuchen lassen.

Wollte auch meine Krachlederne anziehen. Passt aber nicht mehr. Bin seit meinem zwölften Lebensjahr also doch noch gewachsen.

 Essen Hauptbahnhof. Suche nach Marschverpflegung. Seltsames Wort. Schreibe besser „Proviant“, oder, noch besser: Reiseverpflegung. In der Auslage der Bäckerei ist ein Hinweisschild: Das Schoko-Croissant ist vegetarisch! Dass überzeugt mich! Kaufe also vegetarisches Schoko-Croissant.

 Wahrscheinlich kann es auch nicht schaden, ein paar Fitness-Riegel mitzunehmen. Besuche also noch die Drogerie vor Ort. Es gibt Fitness-(mit zugesetzten Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen), Molke- und Proteinriegel. Nichts für entscheidungsschwache Menschen. Entscheide mit nach längerer Reflexionsphase für Fitness- und Molkeriegel. War wahrscheinlich falsch. Wenn meine Wadenmuckis morgen die Berge besteigen müssen, werden sie sich bestimmt nach Proteinen sehnen und mir zukrampfen: „Alter, was sollen wir jetzt mit der Molke?“

 Im ICE. Mir gegenüber sitzt ein Mann, der eine – mir völlig unbekannte – Zeitung liest. Schlagzeile: Felix Magath geht zu 1860 München. Fein, vielleicht treffe ich ihn heute Abend irgendwo und wir können uns zünftig ein paar Medizinbälle zuwerfen. Würde natürlich auch ein Selfie mit ihm machen. Text: Mit Felix beim Training.

Mein Gegenüber blättert um: Jogi Löw bekennt: „Ich höre Country und Helene Fischer“. Pfff. Da fällt selbst den hartgesottensten Blogger nix zu ein. „Weltmeister trotz Helene Fischer?“ Nee, ditte kann ich nicht schreiben. Wer weiß schon, wie viele meiner Leser und Leserinnen Helene Fischer hören? Irgendwie ist sie ja auch dicht dran an den Menschen. Sind wir nicht alle schon mal atemlos durch die Nacht gezogen? Okay, sollte das Thema wechseln, ist unergiebig.

 Eine nette Zugbegleiterin kommt mit einem Kaffee. Werde dazu mein vegetarisches Schoko-Croissant essen. Es ist sooo einfach gesund zu leben!

 P.S. Auch heute gibt es wieder eine Mitmach-Aktion: Meine Romane gibt es natürlich auch als E-Books. Für schlappe 2, 99 Euro! Also, nix wie ran an den Download!

 http://astore.amazon.de/limettekinder-21?_encoding=UTF8&node=6

Schnell, aber schön, und ich bin um eine Erfahrung reicher!

SchmeiliAls Blogger wird man ja heute geradewegs von Themen überschüttet. Ein kurzer Blick in die Tageszeitung genügt (Memo: bei Tageszeitung anrufen und über Anzeigen auf Blog verhandeln): Die arme Studentin Tanja F. flog nach der ersten Frage bei „Wer wird Millionär?“ raus. „Schnell, aber schön, und ich bin um eine Erfahrung reicher“, waren ihre letzten Worte. Sie war der Meinung, dass „seit jeher Riesen Schnauzer haben.“ Also ehrlich, so viel Bekennermut muss jetzt aber mal sein: Das hätte mir auch passieren können! Wer regelmäßig illustre, fantasieanregende Romane liest, Harry Potter zum Beispiel, die Sagen um den Schrat Rübezahl oder „Rotmütz der Zwerg“ (von Astrid Pomaska, übrigens sehr zu empfehlen!) dem kann so was schon mal passieren!

 Somit wäre ich beim nächsten Tagesgedanken (heute schon der zweite!): Ich könnte einen Blog über die kleinen Dinge des Lebens schreiben, das kommt bestimmt an, ach, der Stanko spricht mir aus dem Herzen, und so weiter …, wen interessieren schon die großen Fragen: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Und was gibt es dort zu essen?

Die kleinen sind doch viel interessanter: Warum bewerbe ich mich nicht bei Günter Jauch, obwohl ich so einiges weiß?

Ich kenne den Vornamen von Kierkegaard, wüsste den Spitznamen von Rudi Völler und könnte mich wahrscheinlich auch dran erinnern, das der Rhein in die … okay, diesen Bereich lassen wir besser aus. Mal ganz im Vertrauen: mein persönlicher Horror wäre so eine typische Geografie-Frage: „Durch welche Länder muss man mit dem Tretroller fahren, wenn man in Berlin startet, in Kairo rastet und in Ohio ein Bier trinken will? Durch die Mongolei dürfen Sie nicht. Und durch Syrien … nun ja, was in Syrien los ist, weiß ja jeder. Machen Sie mal lieber einen Bogen um Syrien. Die Kunst des Abschweifens. (Memo Nummero zwei: Nachschauen, ob der Blog auch irgendwo Emojis hat.) Grinse-Smilie! Nee, ist doch eher peinlich. Keinen Blog mit Grinse-Smilies!

 Heute hat übrigens meine persönliche Finanzamtssachbearbeiterin angerufen. Jawohl! Eine sehr nette Frau mit Doppelnamen, wirklich, sehr nett! Warum ich bei der Anmeldung der Umsatzsteuer-Vorauszahlung die Kästchen 81 und 84 ausgefüllt hätte, aber das Kästchen 66 bis 69 nicht, wollte sie von mir wissen. „Och“, hab ich gesagt, „das hat mir mein Steuerberater so geraten“ (stimmt sogar). Mit der Antwort war sie gar nicht zufrieden. Ich müsste doch wahrscheinlich weniger zahlen, wenn ich die Kästchen 66 bis 69 ausfüllen würden. Das mag schon sein, aber auf allen Rechnungen über Briefmarken, Druckerpapier, Bücher u.s.w. die kleinen Steuerbeträge raussuchen, nun ja, für manche Menschen mag das eine gelungene Freizeitbeschäftigung sein…

Liebe Frau Sachbearbeiterin, ich hoffe, Sie sehen es mir nach! Ich freue mich schon auf Ihren nächsten Anruf! Niemand kann so schön und schnell wie Sie „abziehbare Vorsteuerbeträge“ sagen. Ehrlich!

 P.S. Heute gibt es noch eine Mitmach-Aktion. Wirklich! Die Frage, die ihr beantworten müsst: Welchem meiner Freunde könnte ich einen Roman von Jörg Stanko schenken? Habt ihr einen gefunden? Na dann los!

Erster!

BlogJetzt bloggt er auch noch. Jawoll!

Das Schöne am Schriftstellerdasein ist es ja, sein Innerstes nach außen zu kehren und die Mitwelt daran teilhaben zu lassen, wie es sich anfühlt, da drinnen, direkt „im Poeten“ sozusagen, in einem Fein- und Schöngeist. Nun, der dachte gerade unter der Dusche: mach doch mal eine Liste und schreib auf, was für und was gegen einen Blog spricht. Also, dafür: ich kann auf der nächsten Party anführen, dass ich Blogger bin, mir einen lässigen Vollbart stehen lassen und Mädels beeindrucken, über Modetrends in New York schreiben und angesagte Läden im Ruhrgebiet. Und unauffällig weise ich darauf hin, dass ich ja auch Romane schreibe, die noch viel witziger sind, als meine Blogbeiträge … und tiefsinniger, philosophischer, erhabener …

Dagegen: die Fanpost von pensionierten Oberstudienräten, die anbieten, dem Literaten die Kommaregeln beizubringen.

Dafür: Darüber schreiben zu können, wie schön es ist, im Straßencafé zu sitzen und darüber nachzudenken, ob es nun Straßencafé oder Straßen-Café heißt und zu der Meinung kommen: ist mir schnurzpiepe, aber da hab ich doch schon mal wieder ein Thema für meinen Blog.

Dagegen: schwierige Recherchen zum Thema „Der Blog“ oder „Das Blog“; Entscheidung: „Blog“. Mit leichter Bevorzugung von „Das Blog“. Logbuch.

Windstärke 7-12, Windrichtung Nord-Nordwest, ich sehe Moby Dick. Wir sind dicht dran. Das war sein letzter Eintrag. Böser Wal.

Vielleicht doch „Der Blog“.

Dagegen: Fanpost von pensionierten Oberstudienräten, die anbieten, auch weitere Teilgebiete der deutschen Grammatik mit mir einzuüben.

Erinnere mich kurz an meinen Nachhilfelehrer in Mathe. War ein Doktor der Chemie. Hat mir nicht viel beibringen können. Hat mir aber immer vorzügliche Schokolade serviert und selbst reichlich davon gegessen. Faden verloren. Ach ja, bloggen.

Harry Rowohlt ist gestorben. Ganz traurig. Könnte blödes Wortspiel machen: Harry ruht hoffentlich wohl. Lasse ich lieber. Ein bisschen Gemurmel: großes Vorbild, starker Mann des Wortes! Steht auf meiner Vorbilder-Liste ungefähr auf Platz sieben, direkt hinter Pu der Bär. Das war jetzt kalauerverdächtig. Also, noch mal, ganz im Ernst: Ich bin wirklich traurig! Lang lebe Harry Rowohlt! Wir halten dich in Ehren!

So, halbe Seite geschafft, war gar nicht so schlimm. Vielleicht müsste ich noch was Tiefsinniges schreiben. Kann ich aber auch morgen machen. Nehme mir ja vor, regelmäßig zu bloggen.

Doch „Das Blog“! Damit kann man Zeilen füllen: Es regnet. Schon den ganzen Tag. Gestern hat es auch geregnet. Vorgestern? Kann ich mich nicht mehr dran erinnern.

Eindeutig dagegen: Post von pensionierten Oberstudienräten: Herr Stanko, ihr Blog hat keinen Inhalt.

Auch dagegen: die pensionierten Oberstudienräte könnten recht haben. Dilemma. Gehe erst mal Kaffee kochen.